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Eine technische Beschreibung & kleine Liebeserklärung

(AKTUALISIERT: November 2025)
Anbei findet Ihr nachstehend eine recht detaillierte Beschreibung unseres kleinen Aluminium-Kutters, mit Kurzbeschreibung für eilige Leser vorangestellt 🙂
MALA – Atlantic 36 – Kurzform
Grunddaten:
- 36′ Aluminium-Yacht mit Schwenkkiel
- Baujahr 2003
- Gesamtlänge: 11,80 m
- Gesamtbreite: 3,80 m
- Gesamtverdrängung: ca. 8,8t
- Tiefgang: variabel von 0,75 m bis 2,35 m
- Kutter-Rigg: ca. 84m2 Segelfläche am Wind
- Yanmar-Diesel mit 40 PS
Allgemeines – Zusatzinformation
MALA Alhena wurde 2oo3 gebaut – von der Atlantic Yachtwerf in Harlingen, NL.
Sie ist die Kleinste in dem aktuellen Modell-Portfolio der Werft und wird als modellgepflegte 36er „MKII“ heute noch weitgehend unverändert genau so angeboten. Es gibt bis dato lediglich zwei MKII-Atlantic 36, beide liegen sie noch im Atlantic-Yachthafen zusammen.
Umso mehr freut es uns, daß wir das Glück haben, eine dieser beiden pflegen & fahren zu dürfen. Auf den ersten Blick ist MALA klar erkennbar „artverwandt“ mit ihren größeren Geschwistern der Atlantic-Familie, die derzeit nach oben noch 38, 40, 42,43, 46, 48 und 51 Fuß aufweist.
Als Aluminium-Rundspanter gezeichnet in der typischen Handschrift von Designer Dick Zaal und mit CE-Klasse A zertifiziert, ist MALA ein gut segelndes echtes kleines Seeschiff, das wir unheimlich mögen. 🙂
Atlantic selbst beschreibt die eigenen Yachten so:
[Quelle: www.atlanticyachts.nl, 2019]
„Cruisers for deep and shallow seas“
„Atlantics are cruisers for sailors who do not wish to be restricted to a particular cruising area. Drying out somewhere in Brittany, exploring the South-West coast of Ireland and perhaps sailing on to Iceland or the Azores, the only limit is your imagination. Generous boats with a warm, comfortable interior and a deck layout attuned to the cruising sailor who seeks performance, combined with the ease of handling.“
Das paßt so aus unser Sicht ganz hervorragend & bringt wesentliche Haupteigenschaften, die uns so wichtig waren, zutreffend auf den Punkt.
Die jeweiligen technischen Hauptbereiche sind zusammengefaßt und zur besseren Lesbarkeit bei Interesse als aufklappbare Menüpunkte angeführt:
E c k d a t e n & A n t r i e b
MALA Alhena hat eine Gesamtlänge ü.a. von ca. 11,80m (inklusive Bugspriet-Rüssel) und knapp 10,25m Wasserlinienlänge, bei ca. 3,80m maximaler Breite.
Sie ist ausgerüstet mit einer Doppelruder-Anlage, zwei skeggeführten flachgehenden Ruderblättern, angesteuert durch Schubstangen und bedient über eine Jefa-Anlage.
Dazu einen Tiefgang, der mittels elektro-hydraulisch bewegtem Schwenkkiel 0,75m-2,35m abdeckt.
Das scheint nach ersten Test-Lotungen im Watt, weitestgehend ausgerüstet, derzeit auch ganz gut hinzuhauen.
Unsere kleine Atlantic ist somit in der Lage, sehr gut trockenfallen zu können – was sie auch tatsächlich tut und dabei einwandfrei in Balance und aufrecht steht.
Als Ballast sind laut Werft ca. 3,4t angegeben – wieviel davon auf den Schwenkkiel entfällt, können wir selbst verläßlich noch nicht sagen, es könnten etwa 1,4t Anteil am Gesamtballast sein.
So, wie MALA derzeit im Wasser liegt, wird sie ausgerüstet eine Verdrängung von vielleicht 8,8t haben, wie wir schätzen.
Als Antrieb ist ein Yanmar Diesel (3JH3E) mit rd. 40PS (29.4kW /3800 1/min) installiert, der den Vortrieb via Wellenanlage liefert und über einen faltbaren SPW Vierblattpropeller (neu 2024) die Leistung ins Wasser bringt.
Alles zusammen für uns eine sehr zufriedenstellende Wahl von Werft und vorherigem Eigner – und für die Atlantic 36 vollkommen angemessen, von uns jetzt ergänzt um dem 4-Blatt-Propeller – und so insgesamt gut passend.
Am Propeller ist ein ordentlicher Seilschneider montiert, die Stopfbuchse ist ölgeschmiert und mit Entlüftung ausgeführt, was uns beim Trockenfallen sehr entgegenkommt.
Mindestens ebenso dankbar sind wir (zu unser eigenen Überraschung) für das im Tunnel installierte Bugstrahlruder (MAX-POWER CT80-12 duo), das mit seinen 3kW Leistung und angegebenen 69kg
Schubunterstützung insbesondere bei Hafenmanövern unter widrigen Bedingungen eine sehr, sehr willkommende Unterstützung darstellt. „Drehhilfe auf Knopfdruck„. Wer hätte das gedacht …
1. Randbemerkung: Ich bin wahrhaft nie ein großer Freund von trompetenden Bugstrahlern gewesen – und habe über unsere gesamte frühere Charterzeit dieses Zeug nach Kräften vermieden oder ignoriert 😉 ein ordentlicher Radeffekt, gut eingesetzt, gefiel mir immer gut und ich drehte Schiffe auch in engen Häfen ruhig und entspannt mit großer Freude, das war irgendwie mein Ding …
MALA Alhena mit der Doppelruderanlage und dem Propeller dazwischen hat nun tatsächlich nicht viel von dem Radeffekt, soweit wir das bisher erfahren konnten (da können wir z.B. alte Zeitschrift-Tests von der größeren 38er hier für uns nicht nachempfinden).
Selbst die klassische „Schokoladenseite“ ist nicht deutlich ausgeprägt.
2. Randbemerkung: Und insofern habe ich jegliche frühere Ressentiments seufzend abgelegt und bugstrahle hemmungslos beim Drehen oder Einparken 😉 Dankenswerterweise ist durch das Alu des Rumpfes, die tiefe Position des Tunnels und die Isolierung des Schiffs … das Trompeten durchaus gedämpft, was mir das Benutzen nochmal leichter macht (selbst, wenn Segler rundum etwas mitleidig schauen sollten) …
Noch ein Wort zu Geschwindigkeiten bei Hafenmanövern: Ich liebte die Langsamkeit 😉 damit ist es für uns zwangsläufig leider vorbei.
MALA will etwas zügiger bewegt werden, als ich das gewohnt war. Durch ihr flaches Unterwasserschiff vertreibt sie schnell.
Die Ruder brauchen ihre Anströmung und mangels „Schraubenwasser“ und direkter Anströmung der Blätter, muß dies nun durch Fahrt durchs Wasser geschehen.
Dafür stoppt sie dann auch sehr anständig und sauber auf. Der einstellbare Faltpropeller hat hier nochmals Verbesserung gebracht.
Es ist eine Umgewöhnung. Knapp drei Saisons nach Übernahme setzte damals langsam auch bei mir dann Gewöhnung ein. MALA läßt sich neutral und gut manöverieren.
Das Bugstrahlruder ist mangels nutzbarem Radeffekt insbesondere bei viel Wind fast unabdingbar, beziehungsweise wirklich extrem nützlich. Und sie läuft ausgezeichnet auch achteraus.
In engen Gassen ist das unser Vorgehen der Wahl geworden … rückwärts rein & ran. Vorwärts ‚einzuparken‘ und über den Bugspriet runterzuklettern ist dazu noch keine wirklich gute Idee …
Ri g g & S e g e l
Mit nicht vermessenen etwa 84m2 Segelfläche am Wind, im Kutterrigg aufgeteilt auf Groß (31,4m2) (neu 2023), Klüver (37,1m2) (neu 2022) und Fock (15,5m2) (neu 2022) wird sich wohl eine Segeltragzahl um und bei ‚Mitte 4‘ ergeben – also klar Fahrtenschiffchen.
Als minimale Durchfahrthöhe sind uns (noch nicht nachgemessene) 19m Masthöhe ü.W. angegeben.
Der Mast ist mit klappbaren Stufen versehen, die ein großer Segen sind, wenn es für einen von uns ins Rigg hochgeht.
Praktisch top-geriggt, wird die Krafteinleitung der Stagfock mit herkömmlichen Backstagen abgefangen, die derzeit achtern auf dem zweiten Wischenpaar mitgefahren werden.
Das Rigg insgesamt ist (für uns) eine Besonderheit. Mit extrem tief angesetztem Lümmelbeschlag („knapp über Deck“), dementsprechend ohne klassischen Kicker/Niederholer hängt der Baum rein an der Dirk, niedergehalten & zuverlässig fixiert von zwei seitlich aus dem Baum laufenden, „Preventern“.
Wir brauchen keinen Bullenstander für den Baum.
Diese „Preventer“ sind ins Cockpit zurückgeführt und am freien Ende seitlich mit stabilen Softschäkeln an der Fußreling angeschlagen.
So läßt sich der Baum in jeder Position festsetzen und das Großsegel trimmen.
Ein Vorteil des tief angesetzten Baumes ist, daß beim Segelbergen keine „Klettertouren“ mehr erforderlich sind – das Fall am Top ist bestens erreichbar, wenn das Tuch auf dem Baum liegt.
Gute Mastschienen und -wagen tun das Ihre dazu – und so ist Segelsetzen, Bergen oder Reffen ein angenehmes, glattes Manöver.
Es sind drei Reffstufen im Groß, zwei Reffleinen im Baum.
Das stehende Gut ist vollständig erneuert, vom Rigger maßgefertigt und gemeinsam mit unser Werft ersetzt (neu 2024). Alle Stagen und Wanten. Backstage kamen neu, gespleißt aus Dyneema.
In dem Zuge wurden die zwei Vorsegelrollanlagen Reckmann 2000/10 und 2000/20 vom Hersteller überholt und gewartet (überholt 2024), ebenso der hydraulische Achterstagspanner von Navtec A-370-LE-010 (überholt 2024).
Der Mast ist laut Werftangaben von Hall Spars, der Baum von Seldén, beide dürften vermutlich vom ursprünglichen Baujahr (2003, mutmaßlich) sein, sie wurden während des präventiven Austauschs des stehenden Gutes vollständig werftseitig mit geprüft.
Das laufende Gut wird sukzessive und nach Bedarf ersetzt, das erfassen wir hier nicht weiter.
Für wenig Wind haben wir einen rollbaren Code 0 (2003, mutmaßlich), sowie einen praktisch noch weitgehend unbenutzten Spi (2003, mutmaßlich) „in der Mitgift“.
Der leichte Spibaum aus Carbon (2003, mutmaßlich) wurde aufgearbeitet, werftseitig neu lackiert (2021), dann von uns mit Leder belegt und liegt mit einer paßgenau genähten Persenning geschützt an Deck gehaltert.
D e c k & C o c k p i t
Im kleinen Cockpit freuen wir uns über das feste „Doghouse“ / „Dodger“.
Hier gibt es zwei wind- und wassergeschützte, separate Plätze, in der Zwischenwelt zwischen Cockpit und Salon, warm, ruhig & trotzdem mit Fenster-Blicken seitlich und nach vorne, sowie hoch in die Segel. Einwandfrei.
Wir nutzen diesen Bereich natürlich beim Segel als „Pause zwischen drinnen und draußen“, aber auch früh morgens oder spät abends, wenn es draußen rundum naß oder feucht ist.
Diese Sitzplätze sind tiefer, als die Cockpitbänke draußen – und bieten neben gutem Schutz auch einen schönen Übergang vom Cockpit in Richtung Salon/Niedergang.
Dieser Bereich ist von uns mit einer maßgenähten Persenning als Wetterschutz ergänzt, die wir einfach anbringen können – und die uns diesen Schutzraum insbesondere bei Winter, Regen oder argem Wetter nochmal angenehmer macht.
Direkt am Rad stehend können wir beide gut über dieses ‚halbe Deckshaus‘ und dessen aufgesetzte Winsch nach vorne schauen. Paßt für uns.
Was uns bei der Boots-Suche damals in Theorie konzeptionell bereits sehr ansprach, kann draußen unterwegs unheimlich begeistern:
Radarplotter vor der Nase, alle Instrumente im Blick und die zweite Autopilotbedieneinheit direkt in Griffweite, sitzen wir bei „Wetter“ gerne ruhig und trocken in unser kleinen Schutzhöhle und steckten die Köpfe nur regelmäßig zum Rundumblick in Wind und Regen, wenn wir draußen nicht im Wetter sitzen oder stehen mögen – große Klasse.
MALA hat im vorderen Cockpitbereich zwei manuelle Andersen ST40 Winschen für die Fock, zwei manuelle/ (optional zuschaltbar elektrische) Andersen ST46 Winschen für Klüver, Code-Segel und Spi weiter achtern, sowie eine manuelle Andersen ST40 Winsch auf dem Doghouse für das Groß.
Am Mast ist eine Andersen ST28 Winsch zum Segelsetzen montiert.
Die Ankerwinsch ist elektrisch, Lewmar Concept 1, mit rd. 55m 8mm-Kette, Mantus Drehgelenk und einem „zwei Nummern größer“ gewählten Spade-Anker, den wir direkt zu Beginn ergänzten.
U n t e r D e c k
MALA hat einen ‚klassischen‘ Salon, der uns vom ersten Blick an mit seinem Konzept und der Ausbauqualität (amerikanische Kirsche) für sich einnahm.
Alles wirkt warm, „heimelig“, ohne dunkel oder beklemmend zu sein. „Länger ohne Probleme bewohnbar“. „Seegerecht, wenn unterwegs“ ist ein weiterer, uns wichtiger Aspekt.
Also lieber schmale Laufwege, wenig offene Flächen, gute Halte- und Abstützmöglichkeiten. Und robust …
Der gesamte Rumpf ist oberhalb der Auslegungswasserlinie (und etwas darunter) mit Schaum isoliert – und aufgrund der steifen, gedämmten Gesamtstruktur außerordentlich leise unter Deck.
Nichts verwindet sich, nichts knackt oder knarzt – und für die schlafbedürftige Freiwache auf unseren längeren Schlägen dringen die Geräusche von oben und draußen nur sehr gedämpft nach unten.
Ein Rückzugsort, an dem man sich sicherfühlen kann – und eine von uns sehr geschätzte, schönes Eigenschaft dieser kleinen Atlantic.
Mit eigenem Navi-Tisch (ich brauche den irgendwie an Steuerbord, warum weiß ich auch nicht), „schlaffähigen“ Salonkojen und von uns nachgerüsteten Leesegeln für Freiwachen-Dämmerschlaf.
Dazu eine zweckmäßige Pantry mit gutem Herd (Force 10) – zweiflammig und Ofen mit Oberhitze – (wir kochen viel und gerne) und einem kleinen, ordentlich isolierten, von oben zu öffnenden und vor allem leisen, sparsamen Kühlschapp (Isotherm). Kühlplatten (im Kühlfach) und wassergekühlte Kompressoreinheit (im Schrank Achterkabine) sind hier baulich getrennt.
Ausreichend Ablageraum rundum in Schapps und in der Bilge unter einzeln verriegelt gesicherten (!) Bodenbrettern runden für uns das Staukonzept ab.
Bei Bedarf hängen wir Obst- und Staunetze längs außen im Salon an die Handläufe unter den Fenstern.
Ein kleiner See-WC/Badraum, mit genügend Bewegungsraum (aber nicht mehr) und einem anständigen & beheizbaren Ölzeugschrank, reicht uns.
Die Unter-Deck-Duschmöglichkeit ist hier wohl eher theoretischer Natur, es geht aber (ansonsten gilt: Gepriesen sei die Druckwasser-Heckdusche). Verbaut ist ein elektrisches Vakuum-WC-System von Lavac – Pumpe (2024) und alle Schläuche (2021) erneuert.
MALA hat zwei Kabinen, wobei die vordere für uns und die hintere für unsere mitsegelnde Familie, Freunde oder Gäste, bzw. als zusätzlicher Stauraum vorgesehen ist.
Das ergibt dann im Gesamtkonzept Raum für eine ordentlich große Backskiste, die uns wichtig ist.
Raum-Ambiente: Das Konzept mit diesem „halben Deckshaus“ gibt aufgrund des kuppelartigen Dachs viel Luft, Höhe und Licht unter Deck – aus den Fenstern der Doghouse-Kuppel.
Es wirkt luftig und offen und paßt für uns perfekt. Das sieht man der flachen, robusten Kuppel von außen so gar nicht an 🙂
Es ist durchgehend Stehhöhe unter Deck im Salon, die gut über 1,90m oder weiter reicht.
Eine Besonderheit im Konzept der Atlantic ist der Niedergang. Fest installiert, mit massiven Rohren als Handlauf an den Seiten und nicht wegnehmbarer Treppe führen 3 seetaugliche Stufen vom Doghouse hinunter unter Deck.
Verschlossen wird der Niedergang mit einem von unten hochziehbaren Kunststoff-Schott. Dieses läuft in einer wasserdichten Kassette – und ist mit einem Griff zu öffnen oder schließen.
Das Konzept kannten wir so noch nicht und haben es unheimlich lieben gelernt. Keine Steckschotts mehr, die irgendwo herumfliegen, bei „Wetter & Welle“ ist der gesamte Niedergang praktisch stufenlos mit einem Griff zu schließen und wieder zu öffnen.
Das herausziehbare Schott ist seitlich in Metallgleitschienen geführt, gerahmt aus verripptem Verbundkunststoff gefertigt, wie er als Plattenware auch auf Industriedächern eingesetzt wird – somit robust und widerstandsfähig.
Um hierbei dennoch eine gute Zugänglichkeit zur Wartung der Maschine zu erhalten, ohne die Treppe wegnehmen zu können, sind die Seiten wie üblich zu öffnen – und zusätzlich ist der gesamte Cockpitboden im Doghouse aufklappbar – und damit die Maschine zu erreichen.
Seeventile: Alle Seeventile (Forespar Marelon Flowtech, Kunststoff) wurden präventiv von uns werftseitig erneuert und ausgetauscht, sie sind frostsicher und jeweils gedichtet in aufgeschweißte Flanschplatten im Rumpf ausschließlich von innen eingeschraubt. Außen stehen sie nicht über die Rumpfkontur über.
E n e r g i e , T a n k s , A u s r ü s t u n g & C o .
Hier tun wir uns noch immer etwas schwer mit der Einschätzung einiger tatsächlichen Werte und Größen … 🙂
E n e r g i e
Batterien
Service: 2x 180Ah (Exide 12V 180Ah Dual, EP1500 AGM) (neu 2023)
Navigation: 1x 240Ah Victron 12V 240Ah Deep Cycle AGM (neu 2021) + 56Ah LiFePO4 (2x BOS LE300) (neu 2022)
Starter: 1x 90Ah Mastervolt, Blei (?) (2019)
Bugstrahler: 2x 50Ah Blei Optima „rot“ (neu 2025)
Ladetechnik
Es sind zwei „Lichtmaschinen“ installiert, mit 80A im Standard und zusätzlichen 90A (Alpha).
Der 90A-Generator lädt die Service-Batterien, der 80A-Generator lädt die Navigations-, Bug- und Starterbatterie. (alles 2003, mutmaßlich).
Dazu insgesamt 3x Mastervolt „Landlader“ (Mastervolt Mass 12/60, Mastervolt Mass 12/30 & Mastervolt 12/12)(2003-2019) und ein galvanisch getrennter, isolierter Transformator Victron (neu 2024) zur Landstromverbindung, ein 2kW Sinus Inverter, der unterwegs bei 230V-Bedarf gute Dienste leisten kann, Batteriemonitore, nachvollziehbar dimensionierte und vollständig dokumentierte Kabeldurchmesser, Stromlaufpläne, Sicherungen, Hauptschalter, 12V und 230V Installationen … insgesamt eine sehr ordentliche, bestehende Bordelektrik.
Unverbastelt und nachvollziehbar in Planunterlagen dokumentiert, sauber aufgesetzt. Das macht uns Freude und war wichtig.
Eine Prüfeinrichtung beider Pole der isolierten 12V Installation gegen den Aluminiumrumpf ist installiert und wir achten penibel darauf, daß hier bei täglichen Checks (und den vielen Installationen und Modifikationen) alles genau so „blitzsauber“ bleibt, wie es ist.
Ein DC/DC-Lader (Victron Orion-Tr Smart 12/18 – 18A) (neu 2021) schafft für unterwegs noch die zusätzliche Möglichkeit, die Navigations-Batteriebank auch direkt von der Service-Batteriebank laden zu können.
Das gibt noch wichtige Reserven, für den Fall, daß auf mehrtägiger Fahrt (und ohne Maschinenbetrieb) die Notwendigkeit entstehen sollte.
Es ist zunächst ein mobiles 120WP Solarmodul (Sunware) (2022) mit Fox-Regler als „Komplett-Set-Test“ hinzugekommen, das nach ersten Tests bereits Ladeströme von 5,4A liefern konnte.
Daraufhin noch ein zusätzliches zweites mobiles 100WP Solarmodul (Hersteller: ?) (2022) mit eigenem Regler und ähnlichem Ertrag.
Damit besteht die Möglichkeit sowohl auf Navigationsbank (fest verdrahteter Regler, schaltbar über Hauptpanel), als auch auf die Servicebank (fliegend über Bordsteckdosen mit Fox-Regler im Kabel) einspeisen zu können.
Unsere Energiespeicher- und Ladetechnik für ‚unterwegs‘ ist insgesamt noch weit weg von optimal und ist kontinuierlich weiter im Ausbau.
PROJEKT bereits angelaufen: Nächster Schritt (2026): Montage seitlicher Solarmodule 110WP an neuen Relingsrohren 1x je Seite, mit Decksdurchführung und eigenen Solarreglern (Victron).
In dem Zuge Einführung zusätzlicher Sammelschienen dezentral und ein Führen dieser neuen Energielieferanten, sowie der nur vorläufig parallel aufgelegten LE300 über den zentralen Meßwiderstand („shunt“). Sodaß alle Schäfchen auch gezählt werden.
Spätere Optionen für uns dann noch eventuell:
a) einen weiteren Satz Solarmodule 2x an der Reling
b) Heckträger mit 2x festen Solarmodulen
c) Wassergenerator (SailingGen)
e) Erweiterung der Lithiumbatteriekapazitäten.
T a n k s
Für die Tanks haben wir eine stromlos funktionierende pneumatische Füllstandanzeige, eher selten zu finden, alt, aber noch absolut funktionsfähig.
Diese wurde nochmal manuell zumindest für die Wassertanks mit Schiffsübernahme kalibriert – und funktioniert als Schätzeisen ordentlich.
Für den Dieseltank ist dies analog angelegt, jedoch durch uns nicht kalibriert. Daher kennen wir auch das absolute Volumen hier leider noch nicht sicher.
Wasser
Frischwasser: ca. 550 Liter (2x ca. 225 l)
Grauwasser: ca. 60 Liter
Schwarzwasser: ca. 60 Liter
Diesel
Dieselhauptank: ca. 270 Liter
Dem Dieseltank fehlt ein Wasserablaßhahn ganz unten, leider; das wird wahrscheinlich auch nichts mehr. In der Anlage sind umschaltbare Separ-Doppelfilter als Vorfilter installiert.
N a v i g a t i o n s e l e k t r o n i k
Systeme:
Plotter
Plotter:
1x Raymarine Axiom 12″ am Steuerstand (neu 2020)
1x Raymarine Axiom 12″ im Doghouse (neu 2020)
1x Raymarine Axiom 9″ unter Deck in der Navi (neu 2020)
Funk / VHF, AIS
VHF:
Raymarine DSC Ray 90 + Handbedienteil am Steuerstand (neu 2020)
VHF-Antenne (Glomex), isoliert montiert + Kabel (komplett neu 2024)
AIS:
Raymarine AIS 700 + Antenne Raymarine GPS AIS650 (neu 2020)
VHF-Antenne (Glomex), isoliert montiert + Kabel (komplett neu 2024)
Als Backup ist eine weitere VHF-Antenne am Heckkorb montiert, mit Anschlußleitung bis in die Nähe beider Geräte – und somit voll als Rückfalloption einsetzbar.
Radar
Radar:
Raymarine Quantum II (Doppler, digital) (neu 2020)
Autopilot
Autopilot:
Raymarine EV-1 und ACU 200 (neu 2020)
Der elektronischer Kompaß und Autopilot wurden ebenfalls im System mit ausgetauscht, der Aktuator (Linearmotor) (2003) blieb erhalten. So soll das derzeitige System „aus einem Guß“ hoffentlich auch wieder eine gute Zeit Ruhe und Verläßlichkeit geben.
Instrumente
Instrumente:
Autopilot-Bediengerät: Raymarine P70s (1x bei Steuersäule, 1x im Doghouse) (neu 2020)
Windanzeige-Instrumente: Raymarine i60 (1x Windanzeige, 1x Windlupe) (neu 2020)
Echolot-Instrument: Raymarine i50 Depth (1x im Doghouse) (neu 2020)
Log-Instrument: Raymarine i50 Speed (1x im Doghouse) (neu 2020)
Multifunktionsinstrument: Raymarine i70 (1x unter Deck in Navi) (neu 2020)
Geber
Geber:
Tiefe/Echolot-Geber: (neu 2020)
Geschwindigkeits-Geber: (neu 2020)
Windgeschwindigkeit-Geber: (neu 2020)
Netzwerk
Netzwerk:
Raymarine Seatalk mit HS5 networkswitch (vollständig neu 2020)
