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I m p o r t – der früheren MALA-Seiten:
00046a_MALA-01 von 08/2024
Oktober/November 2024
Kurztörn nach Terschelling und zurück
Vorab
Vorab sei gesagt – das ist ein absolutes Novum, hier, auf MALAs Erinnerungsseiten für uns: Wir sind komplett „hinten dran“.
Das ist uns noch nicht passiert, gerade bei diesen wichtigen Erinnerungen, die ja auch stark davon leben, daß wir sie praktisch aus der Situations heraus schreiben und für uns mitnehmen.
Und das, wo MALAs Schifferchen doch so furchtbar vergeßlich ist.
Insofern führt jetzt das zu einer weiteren Neuheit – die Texte sind diesmal weitgehend von MALAs Schifferin, mit Hilfe Ihrer (viel besseren) Erinnerungen und MALAs Logbuch jetzt nochmal für uns zusammengefaßt.
Ich selbst erinnere mich meist am Besten durch meine Bildchen … und die helfen auch hier.
So tragen wir hier also nach, in einer hektischen Zeit, kurz, bevor wir in den (leider verschobenen und verkürzten) SOMMER-Törn zwanzigFÜNFundzwanzig starten wollen.
Wir geloben uns gegenseitig, daß wir sowas künftig nicht wieder haben wollen – und ich entschuldige mich auch bei allen, die gerne mal mitlesen & über die Zeit irritiert nachfragen mußten.
Soll nicht wieder zu sein. Hoffentlich klappt das auch. 🙂 In diesem Sinne:
Do, 31.10.24
Harlingen nach Terschelling
Nach nächtlicher Anreise gibt es einen Kaffee mit der Werft und wir bekommen unseren MaxProp Ersatzpropeller zurück und das Service Kit für den Neuen. Danach wird die MALA seeklar gemacht.
Um 11:30 Uhr starten wir mit einem Blitzstart (nicht unsere Lieblingsdisziplin), da wir mit einem anderen Boot durch die Brücke können.
Dafür stehen wir 30 Minuten später schon in der Hafenausfahrt und können die Segel setzen.
Der Wind spielt uns mit wundervollen 14-21 Knoten toll in die Karten und wir kreuzen uns die Blauwe Balg entlang.
Pünktlich zum Tidenkipp erreichen wir das Meep und schlängeln uns durch das Slenk nach Terschelling.
Um 16 Uhr machen wir die Leinen fest im ziemlich leeren Hafen! Wir lieben diese Törns außerhalb der Saison.
Wir gehen geruhsam durch die Schleuse. Draußen ist das windig.

Das Schleusen ist nicht gerade die Lieblingsbeschäftigung unseres Bordhundes. Laut, mit Echo zwischen den Wänden, manchmal rufen Segler irgendwas – und es stinkt nach Diesel.
Entsprechend gnorpig schaut das Tier. Mit Recht, das ist auch nix.
Mittelglücklich.

Draußen paßt dann wieder alles. MALA liegt stabil auf der Seite und ihrem Leeruder, folgt wie auf Schienen – und wir können in der schönen Brise das Vollzeug fliegen lassen, daß es nur so eine Wonne ist.
MALA gefällt das auch – und die läuft wie endlich entfesselt los.
Voll voraus!

Mit Vollzeug im Wind.

Jeder darf mal, wir schnuppern endlich nochmal Seeluft, die alltagsgeschädigten Arbeitstierchen so gut tut, Mia ist auch wieder zufrieden … leider alles viel zu fix.
Und schon müssen wir die feinen Plünnen gleich wieder einpacken. Terschelling rauscht heran.
Abgewechselt.

Laken einsammeln im Wind.

Schnell anlegen, 5. Festmacher stecken – und dann nix, wie ab erstmal in den warmen Salon.
Die Heizung macht es schnell gut erträglich & das vermißte Wohlgefühl stellt sich ein, das zumindest ich immer dann habe, wenn wir tief unten in MALAs warmem Salon so langsam den Alltag weit hinter mir lassen können …
Warm.

In dieser Jahreszeit ist draußen in den schönen Häfen nicht viel los.
Wir genießen das – und dürfen in allererster Reihe komfortabel und längseits direkt am Steg liegen. Volle Auswahl. Mit Hund … eine Wohltat.
Erste Reihe.

Fr, 01.11.24 / Sa, 02.11.24
Landtage Terschelling
Wir nagen weiter an unserer Arbeitsliste und hängen endlich die Vakuum-Haken wieder auf! Leider müssen wir auch 2 mal den Ablauf in der Küche auseinander bauen und spülen – irgendwas hindert das Seeventil daran sich richtig zu öffnen und dann läuft die Spüle nicht ab. Nervt.
Terschelling im Herbst ist immer schön, wir machen einen Spaziergang in die Stadt, essen Kibbelinge am Fährhafen und erklettern die Düne neben dem Yachthafen mit einem wundervollen Blick auf MALA.
Abends erwandern wir einen tollen Aussichtspunkt mit Blick Richtung W nach Vlieland – natürlich pünktlich zum Sundowner!
Mit Hingabe.

Landgang auf der Düne …

… und ausgiebig Bewegung für’s Pelztier.

Für uns: UMWERFEND SCHÖN!

Heute wird nicht mehr viel.
Mit lautem „Rumms!“ knallt die Dunkelheit in dieser Randsaisonzeit auf uns nieder, wir laufen noch eine Abendrunde und nehmen die rot illuminierten wichtigen Hinweise für uns seefahrendes Gesinde wohlmeinend zur Kenntnis: „naar Zee rood rechts“. So ist das.
Wir gehen schlafen. Noch beim nachgeholten Schreiben dieser Zeilen erinnere ich mich gut WIE MÜDE ich da war … 🙂
Nacht.

Ein neuer Tag.
Wir laufen – und von Terschellings Erhebungen aus spionieren wir routinemäßig alles im Watt Rumliegende aus.
Ich kann nicht anders 😉 … man lernt ja immer neue geeignete Stellen kennen, wo wir unseren kleinen Kutter vielleicht noch in den Sand legen könnten für eine gute Nacht.
Allerdings wäre das touristische Fernrohr eine bemerkenswert teure Angelegenheit – stattliche 1 oder sogar 2 Euromünzen fräße das gierige Gerät für den Gemeinderat 😉 Freibeuterei auf moderne Art.
Warum auch nicht – allerdings ohne uns, 🙂 wir bringen unser eigenes „großes Rohr“ in Form von ordentlich Brennweite selbst mit.
Ob das jetzt allerdings kostengünstiger ist … das weiß niemand 😉
1€, 2€

… der Blick lohnt wie immer …

Die Sonne nähert sich orange flammend ihrem Eintauchen in die Nordsee.
Und bescheint die in Sichtweite liegende Insel Vlieland aufs Lieblichste.
Nett, daß man uns das als Zuschauer dieses Spektakels mittels Schweißbrenner in den Metallgeländern sogar beschriftet hat. Sehr aufmerksam.
VLIELAND.

Füße hoch, Leuchtturm an. Wind weg. So klingt ein guter Tag aus. Schön.
Stilleben. Im Wortsinne.

So, 03.11.24
Zurück nach Harlingen & WC Schaden
Der Wecker klingelt um 6:00 Uhr- frühes Aufstehen ist angesagt, um mit der Tide zurück zukommen. Erster Morgengruß – die Toilettenpumpe ist undicht – es leckt erheblich am Gehäuse. Wir putzen und stellen die Pütz bereit…. Guten Morgen!
Um halb Acht gehen die Leinen los. Gesche übt den Ableger mit einer Spring.
Ca. 2-3 m Leine draußen, dann sanft rückwärts eindampfen mit einem dicken Kugelfender am Heck. Klappt super.
Den Vliestrom erreichen wir so gegen 9 Uhr, wir haben zu wenig Wind – daher gibt es eine Fahrt ohne Segel und leider auch ohne WC…
Vorwinterwattfahrt.

Um 11:30 Uhr ankern wir vor dem Hafen Harlingen für ca. eine Stunde.
Im Winter gibt es nur eingeschränkte Brückenöffnungszeiten, und Sonntags wird die sogar nur einmal auf Ankündigung zwischen 15 und 16 Uhr geöffnet.
Deshalb warten wir noch vor dem Hafen um mit unseren Stegnachbarn von der XONRISA durch die Schleuse und danach auch durch die Brücke zu gehen.
Dazwischen warten wir noch ca. 2 Stunden vor der Industriebrug – da kann man aber auch super von Bord gehen, für eine kleine Hunde Runde!
Um 16:00 Uhr machen wir die Leinen fest in Harlingen! Schön war’s!
Harlingen „Heimathafen“ Silhouette.

In diesem Sinne,
A l l e r b e s t e G r ü s s e
– C r e w v o n M A L A A l h e n a –