(Import-Info)
I m p o r t – der früheren MALA-Seiten:
00049_MALA-01 von 05/2025
Vorab:
Vorab sei gesagt – das ist ein absolutes Novum, hier, auf MALAs Erinnerungsseiten für uns: Wir sind komplett „hinten dran“. Das ist uns noch nicht passiert, gerade bei diesen wichtigen Erinnerungen, die ja auch stark davon leben, daß wir sie praktisch aus der Situations heraus schreiben und für uns mitnehmen. Und das, wo MALAs Schifferchen doch so furchtbar vergeßlich ist.
Insofern führt jetzt das zu einer weiteren Neuheit – die Texte sind diesmal weitgehend von MALAs Schifferin, mit Hilfe Ihrer (viel besseren) Erinnerungen und MALAs Logbuch jetzt nochmal für uns zusammengefaßt. Ich selbst erinnere mich meist am Besten durch meine Bildchen … und die helfen auch hier.
So tragen wir hier also nach, in einer hektischen Zeit, kurz, bevor wir in den (leider verschobenen und verkürzten) SOMMER-Törn zwanzigFÜNFundzwanzig starten wollen. Wir geloben uns gegenseitig, daß wir sowas künftig nicht wieder haben wollen – und ich entschuldige mich auch bei allen, die gerne mal mitlesen & über die Zeit irritiert nachfragen mußten. Soll nicht wieder zu sein. Hoffentlich klappt das auch. 🙂 In diesem Sinne:
Do, 01.05.25
Harlingen raus ins Watt
Während an der Ostsee am ersten Mai angesegelt wird sind wir schon mitten in der immer andauernden Saison.
Ohne großen Aufwand schmeißen wir Mittags unsere Leinen los und verlassen die Box, passieren die Industriebrug und die Schleuse und stehen dann im Hafenbecken.
Viele Fähren und Schiffe sind mit uns unterwegs.
Heute ist nur ein Mini Schlag geplant. Wir hissen noch nicht mal die Segel. Nach noch nicht mal einer Stunde fällt unser Anker N-lich der K2 und K4 im Kimstergat.
Ca. eine Stunde vor HW fallen wir trocken.
Der Untergrund ist überaus schlickig – daher ist dieser Spot leider nicht zu empfehlen.
Wir genießen schönstes Wetter, eine(r) geht sogar Schwimmen.
Abends feiern wir eine Cockpit Party mit Sundowner bei absolut mildem Frühlingswetter.
Stolze 5 Seemeilen von der Box aus – und wir liegen schon wieder unter Ankerball und in einem rundum blauen Tintenfaß 🙂
Blau & ruhig …

… und spiegelglatt.

Perfekt.

Schnell baden, bevor das Wasser weg ist.

Wenn Austernfischer schon stehen können, ist das Trockenfallen nicht mehr weit weg …

Hunderunde im warmen Abendlicht.

… und unsere Loge für die heute Wunderabendvorstellung. Erste Reihe.

Hauptvorstellung.

Nachtprogramm.

Fr, 02.05.25
Rüber nach Vlieland
Auch wenn man es in der Vorhersage schon gesehen hat werden wir irgendwie immer vom Wetterumschwung überrascht.
Heute weht es aus N-NW bei 3-4 in Böen 5! Da ist es im Watt nur noch so mittelschön!
Wir diskutieren lange über mögliche Törnoptionen (tatsächlich über 3 h) und entschließen dann, Vlieland anzulaufen.
Eine richtige Wahl – wir können sogar segeln (Groß im ersten Reff) und müssen nur einen Holeschlag vor Richel einbauen.
Trotz recht viel Wind können Klüver und Fock alleine eingeholt werden – so langsam kennen wir die Besonderheiten unseres Kutters. Um 18:15 Uhr liegen wir mit Leinen fest in Vlieland -zu dieser Jahreszeit auch noch lange nicht voll!
Abends gibt es einen Burger und Pommes aus der Imbißbude am Hafen (Kategorie „Z“) allerdings bei bester Aussicht auf Strand und Vliestrom.
Wir machen einen langen Spaziergang am Strand (bis der Hund tote Krebse frisst), genießen wie immer einen herrlichen Sundowner und sitzen gemütlich im Salon.
Nur schnell rüber.

Vlieland Hafen.

Und laaange Strandspaziergänge.

Sa, 03.05.25
Zurück nach Harlingen
Wir fahren zeitgleich um viertel nach Zehn mit vielen anderen Schiffen aus dem Hafen. Unter anderem mit einem einer Schwesterschiff, einer Atlantic 36 MK1, der WATERSTONE.
Haben wohl alle den gleichen Zeitplan. Leider wollen wir besonders schön schon in der sehr engen Hafenausfahrt das Segel setzen- ein Manöver an dem wir immer viel Spaß haben.
Da es aber leider eher ungeplant durchgeführt wird stellen wir fest, dass das Reff noch eingebunden ist.
Der Versuch dieses zu klarieren misslingt – so dass wir einen peinlichen Kringel vor der Hafenausfahrt drehen müssen und alle Schiffe uns davonlaufen …
Lehre daraus; wenn man spontan das Segel engen Hafenausfahrten hochreißen will einfach das Reff so lassen wir es ist – und dann später klarieren – ODER aber in der Box so ein Manöver in Ruhe vorzubereiten und die entsprechenden Leinen VORHER klarieren …
Jaja, Erfahrung ist immer das, was man hat, kurz NACHDEM man es gebraucht hätte…
Wir bilden also leicht genervt die Nachhut den Vliestrom herunter und sehen zu, wie der Wind immer weniger wird.
Bei unter 1 kn Fahrt durchs Wasser an der Einfahrt zur Blauwen Slenk werfen wir die Maschine an.
Seehundsuchbild.

Und ein sehnsüchtiger Blick zurück.

Um 15 Uhr stehen wir in der Schleuse und 16 Uhr liegen wir schon sicher wieder in unser Box…
Nächster Trip startet bereits diesen Monat – unser Pfingsttörn 2025.
In diesem Sinne,
A l l e r b e s t e G r ü s s e
– C r e w v o n M A L A A l h e n a –