31.10.25
02:30 Uhr. Stockdunkel. Immerhin kein Regen. Wir treffen uns am Auto – Crew: Axel, Gesche, Stephan.
Lange (sehr lange) haben wir gemeinsam schon versucht, unseren lieben Freund & Nachbarn Axel endlich mal für einen Törn mit uns auf See zu bekommen. Zumal der segeln kann.
Alltag, Beruf und Zeit machen das stets schwierig …
Und so wurde aus dem versprochenen lieblichen Segeltörn, im Sommer …
… und bei karibischen Bedingungen & Temperaturen, mit Canapés, gereicht von leicht bekleideten Angestellten direkt in den Liegestuhl auf dem geräumigen Vorschiff von MALA, dazu Drinks mit bunten Schirmchen und klirrenden Eiswürfen drin …
… bisher nix. 😎😉
Stattdessen herbes Nordsee-Herbst-Segeln vom Feinsten.
Wettervorschau.

In der Woche vor dem Ablegen haben wir abends gemeinsam bei Axel und beim Bier sitzend fleißig das Wetter diskutiert:
- „Das kann teils etwas windig da draußen werden.“
- „Joh.“
- „Und naß wird das auch werden“
- „Joh.“
- „Und? Fahr’n wir trotzdem?“
- „Joh.“
😅 Der Mann würde einen einwandfreien Friesen abgeben! Perfekt. Damit ist das entschieden:
Wir fahren.
Mit ausreichend Kaffee geht’s auf die Bahn … und bereits um 09:45 Uhr stehen wir an Bord von MALA, die in ihrer Box auf uns wartet.
Die Batteriemonitore an Bord zeigen die beruhigenden 100% – sehr gut! So kann das gerne losgehen.:) Ansonsten scheint auch alles zu passen. Alle Überprüfungen sind einwandfrei – wir können los.
Energie.

Noch trocken. Und mäßig windig. Nach Ankommen, Einladen, Sicherheitseinweisung und Deckrundgang sind wir alle soweit.
Wir rufen Harlingen Hafen – und laufen kurz danach schon aus der Box und durch die Klappbrücke in Richtung Schleuse.
Auslaufen.

Gemeinsam unterwegs.

In ständig wechselnden Lichtverhältnissen setzen wir schnell unsere Segel und fädeln uns in den Pollendamm ein. Mit dem ersten Reff im Groß und dem kleinen Vorsegel läuft MALA bei allen Bedingungen heute ausgeglichen und wie auf Schienen.
Im 1. Reff und nur mit Fock.

😎

Wir haben echte Freude und einen ganz entspannten Start. Der Wind nimmt beständig weiter zu & MALA läuft. Und wie! Axel ist nach kurzer Zeit eingewöhnt und übernimmt das Ruder. Das gibt er bist kurz vor Terschelling nicht wieder her. 🙂
Rauschefahrt.

Axel am Rohr.

Ein paar Minuten nur … und es läuft! Perfekt – Axel steuern an der Windkante. Wir folgen dem Fahrwasser, ohne daß es auch nur in die Nähe einer Patenthalse kommt. 🙂 SCHÖN!
Steuermann.

Seehunde.

Kurz vor dem Hafen erst nehmen wir die Segel runter. Schnell noch ein paar Fender raushängen und Leinen anbringen, während wir den langen Schlauch der Zufahrt zum ganz hinten liegenden Sportboothafen reindieseln – Minuten später liegen wir schon fest und sicher.
Einlaufen.

Angekommen.

Spaziergang und unter warmen Heizstrahlern nehmen wir ein, zwei schöne Drinks, bevor es zurück zu MALA geht.
Abends auf Terschelling.

Schöner Bestandteil unser Einladung (und sicherlich die schwerste Prüfung für Axel unseren Catering-Chef) war: Er darf diesmal nicht kochen! 🤣 Es wäre für allerdings zu schön gewesen 🙂
Aber um der Legendenbildung zur See zumindest ausreichend Schnur für unser künftiges Seemannsgarn zur verfügung zu stellen … kann ich jetzt mit Fug und Recht Garn um eine anrührende Geschichte „vom Kartoffelschäler zum Steuermann“ erzählen.
Der Meister schält hier selbst.

Damit darf der Smut dann (unter leichter Anleitung, zugegebenermaßen 😉 …) seines Amtes walten … insbesondere dem künftig an Bord von MALA zubereiteten Fisch mit Bratkartoffeln werden die Tips für’s ‚kulinarische Timing‚ gut tun! 🙂 Später schlemmen wir gemeinsam.
Übergabe.

Wir spielen, schnacken, genießen …
Glückspiel.

… und schauen später noch einmal in die sternklare Nacht.
Der Wetterwechsel. steht bevor. Wir sehen es auf den Wetter-Apps bereits kommen. Dicke Fronten, viel Niederschläge. Und Wind. Genau, wie vorhergesagt – und sogar zum richtigen Zeitpunkt.
Nacht – mit Halo.

01.11.25
Schon am nächsten Morgen pfeift der Wind. Und erste Regenflagen werden uns immer mal wieder um die Ohren getrieben. Wir legen ab, dick eingepackt. Kein Wetter für Brillenträger …
Wetterwechsel.

Windig und naß. (Meine) Traumbedingungen 😉 Hier bewährt sich das gute Hochsee-Ölzeug. Und nach einiger Zeit, in der wir alle draußen langsam naß werden, machen wir MALAs Deckshaus mit der Persenning dicht – und werfen die Dieselheizung unter Deck an.
Regen. Wind.

Gesichter mit Freude am Segeln 🙂

Im Schutz des Deckshauses kann man sich aufwärmen. Und ist mal raus aus Regen und Wind. Draußen regnet es so langsam in den Kaffee des Rudergängers …
Gut geschützt.

Wir ‚finden‘ Harlingen im Dunst 😉 und laufen direkt durch den Hafen bis vor die Tsjerk Hidde Sluis. Ein paar beherzte Griffe später sind wir sicher geschleust und schnell durch die Brücke und fest in der Box.
In Schleuse.

Es war große Klasse zusammen!:)
AXEL.

02.11.25
Der Rückweg nach Hause lief so glatt wie das ganze schöne Wochenende – und wir freuen uns darauf, daß es vielleicht in den kommenden Jahren auch mal bei karibischen Temperaturen & dann mit Chef-Grillen auf Sandbank oder Strand klappen mag. 🙂
In diesem Sinne,
A l l e r b e s t e G r ü s s e
– C r e w v o n M A L A A l h e n a –